Wettbewerb Pflegeheim in Mallorca

Die Innenhöfe bilden Zentren zur Begegnung und zum Wohnen
Perspektive Eingang
Grundriss und Schnitt der Innenhöfe
Organisation

Wer möch­te nicht am Wald­rand woh­nen, wo man fri­sche Luft atmen kann? 

Die wert­volls­te Qua­li­tät des Grund­stücks ist der direk­te Kon­takt zum Bell­ver-Wald. Um die­se pri­vi­le­gier­te Ver­bin­dung zur Natur zu schaf­fen, folgt der Neu­bau den ver­schie­de­nen Ebe­nen des Gelän­des mit Ter­ras­sen, sodass ein pri­va­ter Außen­be­reich ent­steht, der direkt mit dem Wald ver­bun­den ist und als kon­trol­lier­ter Gar­ten für sei­ne Bewoh­ner genutzt wer­den kann. Eben­so wird auch eine direk­te­re Bezie­hung zwi­schen dem Inne­ren und dem Äuße­ren erzeugt, die erfor­der­li­che Land­be­we­gung wird ver­rin­gert und aus die visu­el­le Grö­ße des Gebäu­des im Stadt­bild mini­miert. Das Gebäu­de passt sich zwi­schen die klein­maß­stäb­li­che Wohn­ge­gend aus Ein­fa­mi­li­en­häu­sern und das groß­maß­stäb­li­che Son Dure­ta Hos­pi­tal ein.

Mal­lor­qui­ni­sche Pati­os
Als Inspi­ra­ti­ons­quel­le für die Gestal­tung des Pro­jekts wur­den die tra­di­tio­nel­len Innen­hö­fe Mal­lor­cas her­an­ge­zo­gen. Als zen­tra­les The­ma soll das Gebäu­de sei­nen Bewoh­nern das Gefühl geben, zu Hau­se zu sein in einem Raum, der nicht nur funk­tio­nal und sicher ist, son­dern auch warm und freund­lich. Es wer­den also drei Innen­hö­fe geschaf­fen, die im gesam­ten Gebäu­de neu inter­pre­tiert und ent­wi­ckelt wer­den, um den Bewoh­nern die­se für die Archi­tek­tur des Gebiets typi­sche räum­li­che Qua­li­tät gerecht zu machen. Das schafft Wohl­be­fin­den und Ruhe. Die­se Innen­hö­fe bie­ten Schutz, fri­sche Luft, Licht, Ruhe und Ent­span­nung – ide­al für Kli­ma­zo­nen mit lan­gen und hei­ßen Tagen.

Raum­pro­gramm
Die öffent­li­chen Nut­zun­gen befin­den sich in den bei­den unte­ren Eta­gen. In direk­ter Bezie­hung zum Ein­gang befin­den sich der Mehr­zweck­raum und eine Ter­ras­se für das Tref­fen zwi­schen Benut­zern und ihren Besu­chen mit Blick auf den Wald. Im Erd­ge­schoss, das in direk­tem Kon­takt mit dem hin­te­ren Gar­ten steht, befin­den sich das Wohn­zim­mer und der Spei­se­saal. Die Wohn­räu­me sind in 6 Modu­len für jeweils 20 Bewoh­ner ange­ord­net. Die­se ver­tei­len sich auf die bei­den obe­ren Stock­wer­ke, die über zwei ver­ti­ka­le Ker­ne zugäng­lich sind. Davon aus­ge­nom­men ist eines, das für Men­schen mit einer höhe­ren Pfle­ge­be­dürf­tig­keit vor­ge­se­hen ist und sich im Zugangs­ge­schoss befin­det. Jedes Modul unter­schei­det sich durch unter­schied­li­che Farb­tö­ne, um die Ori­en­tie­rung und das Gefühl der Gemein­schafts­re­le­vanz der Bewoh­ner zu erleich­tern. Um die sozia­le Inter­ak­ti­on zwi­schen den Bewoh­nern und das Gefühl der Gesell­schaft zu för­dern, sind die Gemein­schafts­räu­me der Wohn­grup­pe an den Pati­os ange­ord­net.

Nach­hal­tig­keit
Das Gebäu­de funk­tio­niert bio­kli­ma­tisch und es wer­den natür­li­che Mate­ria­li­en ver­wen­det. Die Innen­hö­fe sind über­dacht und sam­meln im Win­ter Wär­me der Son­ne. Im Som­mer öff­nen sich die Glas­dä­cher auto­ma­tisch und sor­gen für eine natür­li­che Luft­be­we­gung. Es wird eine Holz­kon­struk­ti­on mit einem Kalk­putz gewählt, um Res­sour­cen zu scho­nen. Auf die­se Wei­se trägt das Gebäu­de zum Umwelt­schutz bei und fügt sich wie­der in den Bell­ver-Wald ein.