Panometer Pforzheim

Gasometer Pforzheim
FB15GMPF_BF2438_©Bernhard Kopie
DA-2016-106_Foyer Eingang Kopie
DA-2016-106_Eingangsberei Kopie
DA-2016-106_Übergang aus  Kopie
DA-2016-106_Detail Fassad Kopie
130710_FASSADE_ISO
Gasometer Modell
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160129_GASO_web_Schnitt
DA-2016-106_Stadtansicht_ Kopie

Aescht & Bert­hold Architekten

Der stillgelegte Gasometer auf dem Gelände der Stadtwerke Pforzheim wurde in ein Ausstellungsgebäude für 360°-Panoramen mit vorgelagertem Eingangsgebäude umgebaut.

Das drei­stö­cki­ge Ein­gangs­ge­bäu­de schmiegt sich in respekt­vol­lem Abstand an das 41 m hohe Gaso­me­ter und nimmt sei­ne Run­dung auf. Durch die so ent­ste­hen­de Fuge gelangt Tages­licht in das Ein­gangs­ge­bäu­de. Die gebäu­de­ho­he Glas­fas­sa­de der innen­lie­gen­den Trep­pen­hal­le bie­tet beim Betre­ten des Ein­gangs­ge­bäu­des einen beein­dru­cken­den Blick auf den his­to­ri­schen Gasbehälter.

Kon­se­quent gibt es an der Ein­gangs­sei­te gar kei­ne Fens­ter, sodass sich die gan­ze Kon­zen­tra­ti­on nach innen rich­tet: Das aus schwe­ren Ble­chen genie­te­te Bas­sin des alten Gas­be­häl­ters wird als wich­tigs­tes Expo­nat in Sze­ne gesetzt. Die Besu­cher gelan­gen über ver­glas­te Ver­bin­dungs­gän­ge in den zylin­dri­schen Bau­kör­per, in des­sen Erd­ge­schoss eine Aus­stel­lung über das jewei­li­ge Pan­ora­ma infor­miert. Die eigent­li­che Aus­stel­lung ist dann im ers­ten Ober­ge­schoss zu erle­ben: Auf einem zen­tra­len Aus­sichts­turm mit meh­re­ren Ebe­nen öff­net sich den Besu­chern das raum­ho­he 360°-Panorama.

Zur Ein­gangs­sei­te prä­sen­tiert sich das Gebäu­de mit einer Fas­sa­de aus schup­pen­ar­tig gesta­pel­ten, dunk­len Fer­tig­be­ton­tei­len, die dem Gebäu­de eine star­ke Mas­si­vi­tät ver­lei­hen. Die Ele­men­te wecken Asso­zia­tio­nen zu Stein­koh­le­bri­ketts, aus denen im Gas­werk das Stadt­gas erzeugt wur­de. Im Gegen­satz dazu steht die Fas­sa­de des neu­en Zylin­ders aus blank­ge­glüh­tem Edel­stahl, die das Gebäu­de fast unsicht­bar wer­den lässt – wie Gas. Ver­stärkt wird der Effekt durch die Wahl eines beson­ders dün­nen Ble­ches, das die Reflek­ti­on der Umge­bung flir­rend wiedergibt.