M19 Bürgerhaus

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Bürgerhaus Pforzheim-Arlinger
Bürgerhaus Pforzheim-Arlinger
Mahlbergstraße21 Juni 2015
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Aescht & Bert­hold Architekten

Aus­zeich­nung der Archi­tek­ten­kam­mer Baden-Würt­tem­berg für »Bei­spiel­haf­tes Bau­en Pforz­heim und Enz­kreis  2011 – 2017«

Auf dem Grundstück Mahlbergstraße 19, Ecke Hohlohstraße hat die Baugenossenschaft Arlinger eG gegenüber ihrer Geschäftsstelle einen pavillonartigen Neubau mit einem multifunktionalen Raum im Erdgeschoss errichten lassen.

In der Gar­ten­stadt gele­gen, ent­spricht der Cha­rak­ter des Blo­ckes einer dörf­li­chen Struk­tur mit gerin­ger Dich­te. Die zur Stra­ße hin gerich­te­te Bebau­ung besteht aus Ein­zel- und Dop­pel­häu­sern in loser Anord­nung. Der Stra­ße abge­wandt bil­den die Gär­ten einen groß­zü­gi­gen Grün­raum. Die Arlin­ger Woh­nungs­bau­ge­nos­sen­schaft hat­te das Grund­stück erwor­ben, um gegen­über Ihres Ver­wal­tungs­ge­bäu­des eine bei­spiel­haf­te Archi­tek­tur zu rea­li­sie­ren. Der ursprüng­li­che Plan sah vor, dort ein klei­ne Wohn­haus zu errich­ten. Wir konn­ten die Bau­her­ren über­zeu­gen, an die­ser prä­gnan­ten Stel­le ein klei­nes Bür­ger­zen­trum zu schaf­fen. Durch die Bebau­ungs­struk­tur der Sied­lung mit Dop­pel­häu­sern ent­steht an die­ser prä­gnan­ten Situa­ti­on eine nicht bebau­te Ecke, der Block wirkt aus­ge­franst und nicht aus­rei­chend gefasst. Mit der Posi­tio­nie­rung des Neu­baus auf der Ecke des Grund­stü­ckes soll die Bau­flucht der Mahl­berg- und Hoh­loh­stra­ße wei­ter geführt und der homo­ge­ne Cha­rak­ter des Blocks ver­stärkt werden.

Die Grund­flä­che des Bau­kör­pers wird aus den Bau­fluch­ten der benach­bar­ten Gebäu­de ent­wi­ckelt. Der Bau­kör­per mit Flach­dach bezieht sich in sei­ner Gestalt auf die gegen­über­lie­gen­de Geschäfts­stel­le, einem Son­der­bau, eben­falls mit Flach­dach. Gleich­zei­tig ver­langt die halb­öf­fent­li­che Nut­zung inner­halb der halb­pri­va­ten Gar­ten­land­schaft eine beson­de­re Ein­bet­tung. Wir betrach­ten das Gebäu­de in die­sem Kon­text als Pavil­lon in der Gar­ten­stadt. Die beson­de­re Nut­zung wird durch eine her­aus­ge­ho­be­ne Gestal­tung ver­stärkt. Die wie auf­ge­klappt wir­ken­den Wand­schei­ben öff­nen das Gebäu­de mit einer ein­la­den­den Geste.

Betritt man den mul­ti­funk­tio­na­len Raum mit sei­ner hel­len, freund­li­chen Atmo­sphä­re, so lässt der an drei Sei­ten ver­glas­te Raum den Ein­druck ent­ste­hen, man befin­de sich Mit­ten im Gar­ten, ein­ge­bet­tet in Sträu­cher und Büsche. Die hel­len Holz­ober­flä­chen, eine Pinn­wand aus Kork über die gesam­te Län­ge des Rau­mes, die Holz­lat­tung an der Aus­sen­fas­sa­de bil­den den ruhi­gen Hin­ter­grund für die viel­fäl­ti­gen Akti­vi­tä­ten im Raum. Im Erd­ge­schoss befin­det sich der mul­ti­funk­tio­na­le »Arlin­ger Stadt­teil­treff« als klei­ner Stadt­teil­treff für Vor­trä­ge, Ver­samm­lun­gen, Klein­kunst und Aus­stel­lun­gen. Im Unter­ge­schoss sind Tech­nik, Lager- und WC-Räu­me unter­ge­bracht. Das Unter­ge­schoss wur­de in Mas­siv­bau­wei­se, das Erd­ge­schoss in Holz­ta­fel­bau­wei­se errichtet.

Ver­ti­ka­le, dun­kel gestri­che­ne Holz­leis­ten über­zie­hen das Gebäu­de und bil­den dadurch einen gleich­zei­tig abs­trak­ten und ein­fach ver­ständ­li­chen Bau­kör­per. Die Leis­ten lösen sich im EG vom Gebäu­de, zonie­ren den Aus­sen­raum und schaf­fen eine ein­la­den­de Geste.