BT C22

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Firma Berthold, Calmbacher Straße 22  in Bad Wildbad
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Aescht & Bert­hold Architekten

Das Pro­jekt wur­de beim Aus­zeich­nungs­ver­fah­ren »Bei­spiel­haf­tes Bau­en Land­krei­se Calw und Freu­den­stadt 2010–2016« ausgezeichnet.

Der Umbau des Entwicklungs- und Bürogebäudes des mittelständischen Unternehmens Berthold Technologies in Bad Wildbad wurde im Oktober 2015 abgeschlossen. Der rundum erneuerte Bau von 1974 wurde durch Aescht & Berthold Architekten einer energetischen Sanierung unterzogen; zudem wurden in seinem Inneren zeitgemäße Arbeitswelten geschaffen.

Das Ent­wick­lungs­zen­trum befin­det sich am Orts­ein­gang der Kur­stadt Bad Wild­bad im nörd­li­chen Schwarz­wald. Der Fluss Enz durch­schnei­det das Betriebs­ge­län­de in zwei Tei­le, die durch eine Brü­cke mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Das Gebäu­de liegt zwi­schen Fluss und Kreisstraße.

Das 1974 errich­te­te Gebäu­de wur­de kom­plett ent­kernt und an zeit­ge­mä­ße tech­ni­sche und ener­ge­ti­sche Anfor­de­run­gen ange­passt. Da in Bad Wild­bad die Anfor­de­run­gen an die Erd­be­ben­si­cher­heit erhöht wur­den, muss­ten zur Ver­stär­kung zusätz­li­che Beton­wän­de ein­ge­baut wer­den. Auch das viel zu enge Trep­pen­haus wur­de voll­stän­dig her­aus­ge­schnit­ten und durch ein offe­ne­res und trans­pa­ren­te­res ersetzt. Für die zwei neu­en Bespre­chungs­räu­me wur­de der Bau­kör­per im 3. Ober­ge­schoss um eine Ach­se erwei­tert und das Dach um 50cm angehoben.

Die Büro­ar­beits­plät­ze wur­den in enger Zusam­men­ar­beit mit dem Auf­trag­ge­ber ent­wi­ckelt. Es ent­stan­den Räu­me, die eine offe­ne Arbeits­at­mo­sphä­re schaf­fen. Die Räu­me der Ent­wick­lungs­ab­tei­lung sind in drei Zonen orga­ni­siert: An den bei­den Fas­sa­den die Arbeits­plät­ze in offe­nen Buch­ten, dazwi­schen eine Mit­tel­zo­ne mit Pro­to­ty­pen­bau und Bespre­chungs­räu­men als kom­mu­ni­ka­ti­ves Herz­stück der Entwicklungsabteilung.

In der Kan­ti­ne im obers­ten Geschoss kom­men die Mit­ar­bei­ter aus allen, auf dem weit­läu­fi­gen Gelän­de ver­teil­ten Abtei­lun­gen zusam­men. Kan­ti­ne und Bespre­chungs­räu­me wur­den groß­flä­chig mit Akus­tik­pa­nee­len aus Weiß­tan­ne ver­klei­det, die mit ihrem war­men Ton im Kon­trast zu den kla­ren Büro­räu­men stehen.

Über die vor­ge­la­ger­te Dach­ter­ras­se bie­tet sich ein schö­ner Aus­blick auf den Schwarz­wald. Für die Bepflan­zung wur­den hei­mi­sche Kirsch- und Apfel­bäum­chen, sowie Gemü­se und Kräu­ter gewählt.

Die in die Jah­re gekom­me­nen Fens­ter wur­den durch eine Pfos­ten-Rie­gel-Fas­sa­de in Holz-Alu­mi­num-Bau­wei­se aus­ge­tauscht. Ein regio­na­ler Bezug wird durch die Ver­wen­dung der hei­mi­schen Weiß­tan­ne her­ge­stellt. Nun ist auch der Schall­schutz zur Calm­ba­cher Stra­ße und der hin­ter dem Haus mit gro­ßem Getö­se flie­ßen­den Enz gewährleistet.

Die neu vor­ge­setz­te Fas­sa­de aus elo­xier­tem Alu­mi­ni­um­blech ist aus den ver­ti­kal gemus­ter­ten Beton­fer­tig­tei­len des Bestan­des abge­lei­tet. Die unre­gel­mä­ßig gekan­te­ten, aber immer glei­chen Ble­che wur­den im Brüs­tungs­be­reich mit Tief­si­cke, in Fens­ter­be­reich mit Hoch­si­cke ein­ge­baut. Dadurch ent­steht ein leben­di­ger, je nach Licht immer wech­seln­der Ein­druck. Die Farb­ge­stal­tung in einem hel­len Bron­ze-Ton passt sich sen­si­bel in die Umge­bung ein. Die fei­ne Detail­lie­rung spie­gelt den Anspruch der Fir­ma an Qua­li­tät und Prä­zi­si­on wider.